Mittwoch, 17. April 2019

Karwoche

Lesung (Jes 50,4-9a)

Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen (Drittes Lied vom Gottesknecht)

4



Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers,
damit ich verstehe,
   die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort.
Jeden Morgen weckt er mein Ohr,
   damit ich auf ihn höre wie ein Jünger.
5

Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet.

Ich aber wehrte mich nicht
   und wich nicht zurück.
6


Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen,
und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen.
Mein Gesicht verbarg ich nicht
   vor Schmähungen und Speichel.

7


Doch Gott, der Herr, wird mir helfen;
darum werde ich nicht in Schande enden.
Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel;
ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.

8



Er, der mich freispricht, ist nahe.
Wer wagt es, mit mir zu streiten?
Lasst uns zusammen vortreten!
Wer ist mein Gegner im Rechtsstreit?
Er trete zu mir heran.

9a

Seht her,
   Gott, der Herr, wird mir helfen.
Wer kann mich für schuldig erklären?


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net



Antwortpsalm (Ps 69 (68),8-9.10 u. 12.21b-22.31 u. 33 (R: 14bc))

Kv Erhöre mich in deiner großen Huld,
Gott, hilf mir in deiner Treue! - Kv

8
Deinetwegen erleide ich Schmach *
und Schande bedeckt mein Gesicht.
9
Entfremdet bin ich den eigenen Brüdern, *
den Söhnen meiner Mutter wurde ich fremd. - (Kv)

10
Denn der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt; *
die Schmähungen derer, die dich schmähen, haben mich getroffen.
12
Ich ging in Sack und Asche, *
doch sie riefen Spottverse hinter mir her. - (Kv)

21b

Ganz krank bin ich vor Schmach; +
umsonst habe ich auf Mitleid gewartet, *
auf einen Tröster, doch ich habe keinen gefunden.
22
Sie gaben mir Gift zu essen, *
für den Durst reichten sie mir Essig. - (Kv)

31
Ich will den Namen Gottes rühmen im Lied, *
in meinem Danklied ihn preisen.
33
Schaut her, ihr Gebeugten, und freut euch; *
ihr, die ihr Gott sucht: euer Herz lebe auf! - Kv


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net



Evangelium (Mt 26,14-25)

Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird


14
In jener Zeit
   ging einer der Zwölf namens Judas Iskáriot
   zu den Hohenpriestern
15

und sagte: Was wollt ihr mir geben,
   wenn ich euch Jesus ausliefere?
Und sie zahlten ihm dreißig Silberstücke.
16 Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.

17


Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote
   gingen die Jünger zu Jesus
und fragten:
   Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?

18



Er antwortete:
   Geht in die Stadt zu dem und dem
und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen:
   Meine Zeit ist da;
   bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.
19
Die Jünger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte,
und bereiteten das Paschamahl vor.

20
Als es Abend wurde,
   begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.

21

Und während sie aßen,
   sprach er: Amen, ich sage euch:
Einer von euch wird mich verraten und ausliefern.

22

Da waren sie sehr betroffen
und einer nach dem andern fragte ihn:
   Bin ich es etwa, Herr?

23

Er antwortete:
   Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat,
   wird mich verraten.

24



Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen,
   wie die Schrift über ihn sagt.
Doch weh dem Menschen,
   durch den der Menschensohn verraten wird.
Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.

25

Da fragte Judas, der ihn verriet:
   Bin ich es etwa, Rabbi?
Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net