Mittwoch, 23. Oktober 2019

29. Woche im Jahreskreis

Lesung (Röm 6,12-18)

Stellt euch Gott zur Verfügung als Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind


12
Brüder!
Die Sünde soll euren sterblichen Leib nicht mehr beherrschen,
und seinen Begierden sollt ihr nicht gehorchen.
13




Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung
   als Waffen der Ungerechtigkeit,
sondern stellt euch Gott zur Verfügung
   als Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind,
und stellt eure Glieder
   als Waffen der Gerechtigkeit in den Dienst Gottes.
14

Die Sünde soll nicht über euch herrschen;
denn ihr steht nicht unter dem Gesetz,
   sondern unter der Gnade.

15


Heißt das nun, dass wir sündigen dürfen,
   weil wir nicht unter dem Gesetz stehen,
   sondern unter der Gnade?
Keineswegs!
16



Ihr wisst doch:
   Wenn ihr euch als Sklaven zum Gehorsam verpflichtet,
   dann seid ihr Sklaven dessen, dem ihr gehorchen müsst;
ihr seid entweder Sklaven der Sünde, die zum Tod führt,
   oder des Gehorsams, der zur Gerechtigkeit führt.

17


Gott aber sei Dank;
   denn ihr wart Sklaven der Sünde,
   seid jedoch von Herzen der Lehre gehorsam geworden,
   an die ihr übergeben wurdet.
18
Ihr wurdet aus der Macht der Sünde befreit
   und seid zu Sklaven der Gerechtigkeit geworden.


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net



Antwortpsalm (Ps 124 (123),1-2.3-4.5-6.7-8 (R: vgl. 8a))

Kv Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn. - Kv

1
Hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt *
- so soll Israel sagen -,
2
hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt, *
als sich gegen uns Menschen erhoben. - (Kv)

3
Sie hätten uns lebendig verschlungen, *
als gegen uns ihr Zorn entbrannt war.
4
Dann hätten die Wasser uns weggespült, *
hätte sich über uns ein Wildbach ergossen. - (Kv)

5
Dann hätten sich über uns die Wasser ergossen, *
die wilden und wogenden Wasser.
6
Gelobt sei der Herr, *
der uns nicht ihren Zähnen als Beute überließ. - (Kv)

7
Unsre Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen; *
das Netz ist zerrissen und wir sind frei.
8
Unsre Hilfe steht im Namen des Herrn, *
der Himmel und Erde gemacht hat. - Kv


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net



Evangelium (Lk 12,39-48)

Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden


39


In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Bedenkt:
Wenn der Herr des Hauses wüsste,
   in welcher Stunde der Dieb kommt,
   so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht.
40

Haltet auch ihr euch bereit!
Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde,
   in der ihr es nicht erwartet.

41

Da sagte Petrus:
   Herr, meinst du mit diesem Gleichnis nur uns
   oder auch all die anderen?

42


Der Herr antwortete:
Wer ist denn der treue und kluge Verwalter,
   den der Herr einsetzen wird,
   damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt?

43
Selig der Knecht,
   den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt!
44
Wahrhaftig, das sage ich euch:
Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen.

45


Wenn aber der Knecht denkt:
   Mein Herr kommt noch lange nicht zurück!,
   und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen;
wenn er isst und trinkt und sich berauscht,
46



dann wird der Herr an einem Tag kommen,
   an dem der Knecht es nicht erwartet,
und zu einer Stunde, die er nicht kennt;
und der Herr wird ihn in Stücke hauen
   und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen.

47

Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt,
   sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt,
   der wird viele Schläge bekommen.
48





Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen,
   etwas tut, was Schläge verdient,
   der wird wenig Schläge bekommen.

Wem viel gegeben wurde,
   von dem wird viel zurückgefordert werden,
und wem man viel anvertraut hat,
   von dem wird man um so mehr verlangen.


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net