Mittwoch, 26. Juni 2019

12. Woche im Jahreskreis

Lesung (Gen 15,1-12.17-18)

Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet (Röm 4,3b). Der Herr schloss mit ihm einen Bund


1


In jenen Tagen
   erging das Wort des Herrn in einer Vision an Abram:
Fürchte dich nicht, Abram,
ich bin dein Schild;
dein Lohn wird sehr groß sein.
2


Abram antwortete: Herr, mein Herr,
was willst du mir schon geben?
Ich gehe doch kinderlos dahin
und Erbe meines Hauses ist Eliëser aus Damáskus.
3

Und Abram sagte:
   Du hast mir ja keine Nachkommen gegeben;
also wird mich mein Haussklave beerben.

4

Da erging das Wort des Herrn an ihn:
   Nicht er wird dich beerben,
   sondern dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein.
5




Er führte ihn hinaus
und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf
und zähl die Sterne,
   wenn du sie zählen kannst.
Und er sprach zu ihm:
   So zahlreich werden deine Nachkommen sein.

6
Abram glaubte dem Herrn
und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.
7


Er sprach zu ihm:
   Ich bin der Herr,
   der dich aus Ur in Chaldäa herausgeführt hat,
   um dir dieses Land zu Eigen zu geben.

8
Da sagte Abram: Herr, mein Herr,
woran soll ich erkennen, dass ich es zu Eigen bekomme?
9


Der Herr antwortete ihm:
   Hol mir ein dreijähriges Rind,
   eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder,
   eine Turteltaube und eine Haustaube!
10


Abram brachte ihm alle diese Tiere,
zerteilte sie
   und legte je eine Hälfte der andern gegenüber;
die Vögel aber zerteilte er nicht.
11
Da stießen Raubvögel auf die Fleischstücke herab,
doch Abram verscheuchte sie.
12
Bei Sonnenuntergang fiel auf Abram ein tiefer Schlaf;

große, unheimliche Angst überfiel ihn.
17



Die Sonne war untergegangen
   und es war dunkel geworden.
Auf einmal
   waren ein rauchender Ofen und eine lodernde Fackel da;
sie fuhren zwischen jenen Fleischstücken hindurch.
18

An diesem Tag schloss der Herr mit Abram folgenden Bund:

   Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land
   vom Grenzbach Ägyptens bis zum großen Strom Eufrat.


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net



Antwortpsalm (Ps 105,1-2.3-4.6-7.8-9 (R: 7a.8a))

Kv Der Herr ist unser Gott:
ewig denkt er an seinen Bund. - Kv

(Oder:
Halleluja.)

1
Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an! *
Macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
2
Singt ihm und spielt ihm, *
sinnt nach über all seine Wunder! - (Kv)

3
Rühmt euch seines heiligen Namens! *
Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen.
4
Fragt nach dem Herrn und seiner Macht; *
sucht sein Antlitz allezeit! - (Kv)

6
Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham, *
ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat.
7
Er, der Herr, ist unser Gott. *
Seine Herrschaft umgreift die Erde. - (Kv)

8
Ewig denkt er an seinen Bund, *
an das Wort, das er gegeben hat für tausend Geschlechter,
9
an den Bund, den er mit Abraham geschlossen, *
an den Eid, den er Ísaak geschworen hat. - Kv


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net



Evangelium (Mt 7,15-20)

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen


15

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Hütet euch vor den falschen Propheten;
sie kommen zu euch wie Schafe,
in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe.
16

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.
Erntet man etwa von Dornen Trauben
   oder von Disteln Feigen?

17
Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor,
ein schlechter Baum aber schlechte.
18
Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen
und ein schlechter Baum keine guten.

19
Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt,
   wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
20 An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen.


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net